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Erdbeer-Rhabarber Marmelade

Erdbeer-Rhabarber Marmelade

Es ist endlich Sommer – sogar den offiziellen kalendarischen Sommer haben wir hinter uns. Heute sind die Temperaturen zwar nicht ganz sommertauglich, aber dadurch lassen wir uns nicht die Laune vermiesen.

Ich liebe den Sommer und alles was dazu gehört, unter anderem Erdbeeren! Mister P. (mein einzigartig toller Ehemann) und ich wollten eigentlich heute Erdbeeren auf einem Erdbeerfeld pflücken, um daraus dann eine leckere Marmelade zu kochen – es gibt einfach nichts besseres, als selbsthergestellte Marmelade – aber leider hat es zu regnen angefangen :( Somit haben wir unseren Plan über den Haufen geworfen. Bei meinem Einkauf auf dem Markt gab es zufällig – ok, es ist ja auch Erdbeer-Zeit – so richtig tolle wohlriechende kräftig rote Erdbeeren. Und da habe ich dann zugegriffen! Dies hat sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen.

So, der erste Part war geschafft. Erdbeeren hatten wir! Seit unserer Hochzeit im Sommer 2011, zu der wir selbstgemachte Erdbeer-Rhabarber Marmelade in kleinen Gläschen an unsere wundervollen Gäste verteilt haben, bin ich ein großer Fan dieser Geschmacksrichtung. Es schmeckt einfach fruchtig und erfrischend.

Nun hatte ich alle Zutaten gesammen – es konnte losgehen.

Zutaten
Erdbeeren (Menge nach Belieben – je nachdem wie viele Gläser man möchte)
Rhabarber (ebenfalls nach Belieben)
Gelierzucker (Menge abhängig vom Zucker-zu-Frucht-Verhältnis) – ich habe den Gelierzucker für Erdbeerkonfitüre 1:1 genommen
Vanilleschote
Einmachgläser

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Zubereitung
Rhabarber waschen, putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Da der Rhabarber von der Konsistenz her härter als Erdbeeren ist, habe ich ihn in einen großen Topf gegeben und schon etwas Gelierzucker drüber gegeben, damit er etwas Wasser ziehen kann. Anschließend die Erdbeeren waschen (nicht zu lange im Wasser lassen, sonst werden sie wässrig und verlieren ihren Geschmack), putzen und vierteln. Erdbeeren und den restlichen Gelierzucker (entsprend der Menge an Frucht) zu dem Rhabarber geben und alles ordentlich durchrühren. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem kleinen Messer rauskratzen. Mark und die Schote zu dem Fruchtgemisch im Topf geben und zum Kochen bringen. Sobald die Masse köchelt, Temperatur reduzieren und 10-12 weitere Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Einmachgläser vorbereiten. Diese müssen desinfiziert werden, damit sich die Marmelade möglichst lange hält und die Arbeit nicht umsonst ist. Das könnt ihr machen wie ihr möchtet. Ich habe diesmal die Variante: Doppelt-hält-besser angewandt. Zunächst Wasser aufgekocht und sowohl die Gläser als auch die Deckel mit kochendem Wasser überbrüht, damit alle Keime abgetötet wurden. Dann habe ich den Backofen auf ca. 100 °C vorgeheizt und dort die Gläser „getrocknet“. Vorsicht beim Rausholen der Gläser: sie sind heiß! Am besten ein Hand-/Geschirrtuch verwenden.

Nun geht es ans Pürieren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich mag Fruchtstückchen in Marmeladen sehr gerne, deswegen püriere ich die Fruchtmasse nicht so lange, so dass noch viele Fruchtstücke erhalten bleiben. Aber vorsicht: vor dem Pürieren die Vanilleschote entfernen! Wenn die Masse die gewünschte Konsistenz hat, können die Einmachgläser gefüllt werden. Denkt daran die Gläser ordentlich und fest zu verschließen, sonst hält sich die Marmelade nicht so lange. Nachdem die Deckel festgedreht sind, stelle ich die Gläser immer auf den Kopf, warum weiß ich eigentlich gar nicht. Meine Oma macht es so, meine Mama auch und jetzt mache ich das auch :)

Mmmhhh… lecker! So habt ihr im Herbt und im Winter eine sommerliche Frische.

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