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{Hoch lebe die Dekadenz} Safran Tagliatelle mit Trüffel

Safran-Tagliatte mit Trüffel

*Hüst* Heute wird es dekadent, es wird nicht nur gekleckert, es wird geklotzt und zwar so richtig. Frei nach dem Motto, wenn, dann richtig! Deswegen zeige ich euch die leckerste Pasta ever! Die leckerste vermutlich auch wegen der Dekadenz, denn wie kann Safran und Trüffel in der Kombi als nicht lecker eingestuft werden? Richtig! Gar nicht, deswegen ist es einfach die deliciouste Pasta, die es je gab. Nach unserem erlebnisreichen und sehr anstrengenden Trip in den hohen Norden in die wohl schönste Hansestadt, die es gibt, Hamburg, mussten wir uns belohnen. Belohnen dafür, dass wir gefühlte 100 km in 4 Tagen zurückgelegt haben. Und das zu Fuß! Und das bei 30°C und teilweise sogar noch etwas mehr, gefühlt aber natürlich viiieeel mehr. Tja, der böse Feind Waage, hat sich trotz der vielen gegangenen Kilometer gerächt und mehr angezeigt als vor dem Trip. Irgendwas ist da schiefgelaufen… Ich erkläre mir das damit, dass Muskeln einfach schwerer sind 😛 Punkt! Jetzt komm bitte niemand auf die Idee und zerstöre meine zurecht gelegte Phantasiewelt, ja? Aber essen mussten wir schließlich auch und das auch recht gut, „man is(s)t ja schließlich im Urlaub“. So ließen wir es uns auch nicht nehmen, ein Stück hervorragenden Sommertrüffel aus dem Alsterhaus mit auf große Reise in den Südwesten zu schicken. Die Idee war bereits im Kaufhaus geboren und wurde nur einige Stunden nach der Rückkehr umgesetzt. Es hatten sich zwar einige Mitesser angekündigt, aber wir waren egoistisch! Sowas gibt es nun mal nicht oft, genauer gesagt, bisher gar nicht und da ist Teilen überhaupt nicht angebracht 😉

Zutaten für 2-3 Personen
für den Teig
350 g Mehl (ich nehme immer Pastamehl)
3 Eier
1 g Safranpulver
1 EL Olivenöl
etwas Salz

10 Kirschtomaten
1 handvoll Rucola
1 Zweig Rosmarin
Olivenöl
Fleur de Sel
brauner Rohrzucker
1 Stück Sommertrüffel (20-30 g)
Pfeffer aus der Mühle

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Zubereitung
Für die Pasta wird zunächst das Safranpulver mit einem Esslöffel heißem Wasser aufgelöst. Die übrigen Zutaten alle in eine Schüssel geben, den aufgelösten Safran hinzugeben und alles zu einem glatten Teig vermengen. Ich knete den Nudelteig anschließend noch etwa 10 Minuten von Hand. Das hat so eine meditative Wirkung. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Anschließend den Teig in mehrere Portionen teilen und mit der Nudelmaschine dünn ausrollen. Die langen Nudelplatten durch den Tagliatelle-Aufsatz jagen und etwas antrocknen lassen. Wer keine Nudelmaschine hat, kann es natürlich auch mit dem Nudelholz ausrollen und mit einem Messer in dünne Streifen (knapp 1 cm) schneiden.

Rosmarinnadeln vom Zweig zupfen und sehr fein hacken. Kirschtomaten waschen und halbieren. Rucola waschen, trocken schleudern und etwa die Hälfte ein schmale Streifen schneiden.

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, salzen und die Tagliatelle in ca. 5 Minuten (abhängig von der Dicke der Pasta) bissfest kochen. Während die Nudeln kochen, Olivenöl in einer Pfanne erwärmen und den fein gehackten Rosmarin darin durchschwenken. Tomaten hinzufügen, mit braunem Zucker und Fleur de Sel würzen, und warm werden lassen. Nudeln abgießen und ebenfalls in die Pfanne geben. Den geschnittenen Rucola untermischen. Die Pasta in die Teller geben und mit einigen Rucolablättchen garnieren. Den Trüffel sehr fein über die Pasta hobeln und sofort servieren.

15 Kommentare

    • Hach, Astrid, du bist zu beneiden! Ich würde direkt wieder hin düsen. Aber ich wünsche euch viel Spaß und ebenso tolles Wetter, wie wir das hatten! Vielleicht bringst du auch was leckeres aus HH mit :-)

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  1. liebe olga – dekadenz hin – dekadenz her – hab diese kombination auch schon gemacht – unter dem motto – man leistet sich ja sonst nix 😉

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    • Stimmt, das hätte gut gepasst. Aber ich habe mich dann hinterher so geschämt und hab gar nichts mehr gegessen… ähm, nee stimmt natürlich nicht ganz 😀 So ‚was macht man schließlich nicht alle Tage…

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  2. Ooooh diese leckere Pasta hätte ich jetzt auch gerne:-) Ist nochwas übrig?;-) Mist – der Post ist von vorgestern, dann wohl leider nicht mehr:-) Und du hast Recht: Muskeln sind schwerer!
    Viele liebe Grüße
    Sia

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    • Sia, ja, leider schon alles weggefuttert. Beim nächsten dekadenten Essen mit Safran und Trüffel wirst du aber eingeladen, versprochen :-)
      Ha, wusst ich’s doch.
      Liebe Grüße
      Olga

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  3. Da versteh ich aber sofort, dass ihr nicht teilen wolltet. Die Kombination ist göttlich, beides alleine ist ja schon ein Gedicht. Und wahrscheinlich schmeckt es gleich dreifach gut, weil man weiß, dass man das nicht alle Tage haben kann. Leeecker! :)
    Liebe Grüße,
    Janina

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    • Wir teilen ja wirklich alles gerne, aber sowas leckeres, never ever 😀 Aber die einzelnen Komponenten sind schon was besonderes, die Kombi erst recht!
      Liebe Grüße
      Olga

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  4. So … jetzt aber 😉

    Also ich red mir ja auch immer ein dass das dieses kleine Päkchen da Bauchmuskeln sind und nicht etwa ein kleiner Rettungsring. Alles pure Muskelmasse – und die wiegt natürlich was. Manchmal sage ich der Waage aber auch eine Fehlfunktion zu. Scheint ganz normal zu sein unter uns „Foodies“.

    Und wie schon gesagt: die Pasta sieht umwerfend aus 😉

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    • Viele der Waagen haben eine Fehlfunktion, ich vermute die meisten. Die wollen einen ja nur ärgern. Am besten ignoriert man sie und lässt sie links liegen. Vielleicht werden sie dann auch wieder freundlicher :-)

      Oh, die Pasta war sooo lecker. Ich könnte grad wieder 😀

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