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Rotbarsch mit Rosenkohl und Kartoffelstampf

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Bis vor kurzem hatte ich eine unvorstellbare Abneigung gegen Rosenkohl. Ich weiß gar nicht wo der Ursprung dieses Gräuel liegt, ich vermute aber das es damit begann, dass ich mir irgendwann als Anfang-Zwanziger in einem Restaurant ein deftiges Gericht bestellt habe, in dem Rosenkohl eines der Bestandteile war. Und das hatte so furchtbar geschmeckt, dass ich ihn NIE wieder gegessen habe und auch selbst nie zubereitet habe. Fragte mich jemand, was ich nicht essen würde, so kam fast immer als erstes Rosenkohl. Zwiebeln – vor allem in großen Stücken – kriege ich auch nicht runter. Deswegen werden die bei mir immer mikroskopisch klein geschnitten, bzw. durch Schalotten ersetzt. 

Zurück zum Rosenkohl: Lange Zeit lehnte ich ihn strikt ab, aber mit der Zeit wuchs der Drang, ihm doch noch mal eine Chance zu geben. Ich denke, so geht es vielen von uns. Denn eigentlich liebe ich die anderen Kohlsorten sehr und esse sie auch unheimlich gerne. Es kam, wie es kommen musste und so landete vor kurzem bei einem Restaurantbesuch etwas Rosenkohl auf meinem Teller (dieser hatte allerdings nicht auf der Karte gestanden). Der Tag des Rosenkohl-Comebacks nahm damit seinen Lauf und da hatte er mir tatsächlich geschmeckt. Von da an war es eine Frage der Zeit, bis ich ihn selbst zum Verarbeiten in der Küche hatte.

Zutaten für 2 Personen
400 g Kartoffeln
350 g Rosenkohl
etwas Natron
1 Prise Zucker
400 g Rotbarsch
1/2 Zitrone
etwas Mehl
2 Tomaten
1 Schalotte
100 g Butter
warme Milch
Muskatnuss
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

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Zubereitung
Kartoffeln schälen, waschen und in Salzwasser gar kochen. Abgießen, stampfen und mit 30 g Butter und warmer Milch verrühren. Mit Muskatnuss abschmecken. Bei Bedarf noch etwas nachsalzen.

Rosenkohl putzen, waschen und halbieren. Wasser aufstellen, salzen, eine Prise Natron und Zucker hinzufügen und den Rosenkohl ca. 10 Minuten köcheln lassen. Tomaten waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. Den Rosenkohl abgießen. Schalotte abziehen und fein würfeln. Die restliche Butter (70 g) in einer Pfanne erhitzen und die Schalotte darin glasig dünsten. Rosenkohl und Tomatenwürfel hineingeben und kurz durchschwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rotbarsch waschen und trocken tupfen. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und in etwas Mehl wenden. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Rotbarsch darin von beiden Seiten anbraten. Mit Zitronensaft leicht beträufeln.

Kartoffelstampf und Rosenkohl auf vorgewärmte Teller geben. Den Rotbarsch dazu servieren.

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Der Rosenkohl wurde völlig unbegründet jahrelang von mir verschmäht. Jetzt hat er einen festen Platz in unserer Küche :-)
Das Rezept könnt ihr wie immer hier als PDF herunterladen.

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