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{Selbstgemachtes} gekörntes Gemüsepulver

Gekörntes Gemüsepulver

Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, das ich von Fabian habe. Er war genau wie ich Kandidat bei der Küchenschlacht im ZDF. Unsere Sendungen wurden im gleichen Zeitraum aufgezeichnet, nur in unterschiedlichen Wochen ausgestrahlt. Da er ebenfalls aus dem „schönsten Bundesland der Welt“ – dem Saarland – kommt, fiebert man automatisch mit.

Das kennt doch jeder von uns, hat es zuhause und benutzt es mehr oder weniger regelmäßig. Nach dem ihr diese selbstgemachte gekörnte Gemüsebrühe probiert habt, werdet ihr die Brühwürfel aus eurer Küche verbannen, versprochen! Es ist natürlich schon mit sehr viel Arbeit verbunden, aber ganz ehrlich: es lohnt sich! Und das beste daran: es ist vollkommen frei von irgendwelchem Chemiezeugs wie Hefeextrakten, Maltodextrin, künstlichen Aromen und sonstigem Quatsch, der auf der Verpackung steht. Ich bezweifel, dass da tatsächlich Gemüse drin steckt. Edit: Ich habe mal nachgeschaut und festgestellt, dass bei einem sehr bekannten Hersteller dieser Gemüsebrühen, sage und schreibe ganze 4,8% Gemüse enthalten sind. Das sagt ja eigentlich schon Alles, und los geht’s!

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Zutaten
500 g Knollensellerie
2 große Paprika
300 g Petersilienwurzel
450 g Möhren
200 g Lauch
250 g Tomaten
2 große Zwiebeln
1 Bund Petersilie
1 Bund Basilikum
1 Bund Majoran
5 Zweige Thymian
1 EL Korianderkörner
2 EL Senfkörner
1 EL schwarze Pfefferkörner
1 EL Szechuan-Pfeffer (ganz)
2 EL Cayenne-Pfeffer (gemahlen)
Meersalz

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Zubereitung
Gemüse schälen, waschen und klein schneiden. Kräuter waschen, trocken schleudern und fein hacken. Koriander- und Senfkörner, schwarzen und Szechuan Pfeffer in einen Mörser geben und fein zermahlen. Gemüse mit den Kräuter und den Gewürzen ordentlich vermischen und abwiegen. Pro 100 g Gemüse etwa 10 g Meersalz dazugeben und nochmals gut verrühren.

Jetzt das Gemüse ca. 45 Minuten Wasser ziehen lassen. Anschließend mit einem Pürierstab, oder was die Küchengeräte sonst so hergeben, pürieren. Auf mehrere mit Backpapier ausgelegte Backbleche dünn streichen und im Backofen bei 90°C Umluft ca. 3 Stunden trocknen. Je mehr Backbleche im Ofen sind, desto länger dauert es. Ich habe es auch mit nur einem Backblech probiert, das ging wesentlich schneller und das Gemüse war innerhalb von 100 Minuten trocken.

Sobald das Gemüse trocken ist (es verliert sehr viel an Volumen!) mit einem Standmixer zermahlen und in luftdichte Gläser füllen.

Das nächste Mal anstatt gekaufter gekörnter Brühe einfach die selbstgemachte verwenden. Ganz ohne Hefeextrakte, Glutamate, Geschmacksverstärker und was es sonst noch so gibt.

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Das Rezept könnt ihr wie immer hier als PDF-Datei herunterladen.

Sollten euch die Etiketten gefallen, habe ich sie euch hier in 4 verschiedenen Farben zur Verfügung gestellt:

Etiketten_Gekoerntes-Gemuesepulver_green Etiketten_Gekoerntes-Gemuesepulver_grey Etiketten_Gekoerntes-Gemuesepulver_pink Etiketten_Gekoerntes-Gemuesepulver_blue

29 Kommentare

  1. Tolle Idee, sollte man eigentlich schon dem industriellen bevorzugen. Und man kann es sogar als PDF runterladen . Werde ich auf alle Fälle machen!a

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    • Das musst du unbedingt mal ausprobieren. Ist natürlich viel Arbeit, aber man wird geschmacklich entlohnt :)

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  2. Eine gute Sache dieses Gemüsepulver u.die Etiketten gleich kostenlos dazu,das nenne ich Service!

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  3. Ich mach mein Gemüsepaste ähnlich aber ich trockne sie nicht vollständig sondern nur bis sie eine paströse Konsistenz hat ,fülle sie in kleine Gläschen undsterilisiere sie bei 90 Grad 30 min. Hält sich dann auch ewig ………nur soweit kommt es nicht..:-)
    Übrigens komm ich auch aus dem schönsten Bundesland…..:-)

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    • Das ist auch eine super Idee. Wäre einen Versuch wert, vielen Dank für den Tipp!
      Das freut mich besonders zu hören, dass auch Saarländer hierher finden :-)

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  4. Liebe Olga, das ist eine tolle Idee! Zwar habe ich selbstgemachte Gemüsepaste im Kühlschrank stehen, aber der leidet (wegen all der Sauerteige) unter chronischer Überfüllung. Ich habe sogar einen Dörrapparat, damit müsste das über Nacht funktionieren.
    Liebe Grüße von Saarländerin an Saarländerin
    Cheriechen

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    • Liebe Cheriechen,
      sein eigenes Brot zu backen finde ich total spannend. Würde das auch gerne tun, nur das „Problem“ ist, dass Mr. P und ich gar nicht so die großen Brotesser sind. Nur sonntags landen Brötchen auf dem Frühstückstisch. Und irgendwie wäre es zu schade, aber irgendwann muss ich es versuchen und das Brot meinem Papa schenken, der quasi ein „Brotvernichter“ ist 😀
      Mit Dörrapparaten kenne ich mich leider gar nicht aus, aber einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert. Kannst mir ja berichten, ob es geklappt hat.
      Anscheinend gibt es doch jede Menge bloggender Saarländer :-)
      liebe Grüße
      Olga

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  5. Ich habe auch eine Gemüsepaste im Kühlschrank, da man die nicht trocknen muss und daher noch schneller gemacht ist. Aber dafür braucht man natürlich etwas Platz im Kühlschrank…

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    • Das habe ich schon öfter gelesen, liebe Melanie. Werde das beim nächsten Mal ausprobieren, sobald die trockenen Vorräte aufgebraucht sind. Jaaa, Platz im Kühlschrank, das kenne ich nur zu gut, da hilft es nur zur „Tetris-Methode“ zu greifen…

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  6. Liebe Olga,

    das ist aber eine ganz tolle Idee! Da ich sehr viel für Kinder koche, habe ich schon seit einiger Zeit überlegt, was ich als Alternative zur „industriellen Gemüsebrühe“ verwenden kann. Das Rezept klingt klasse und ich werde es sicher bald ausprobieren!

    Herzliche Grüße
    Jenny

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    • Liebe Jenny,
      freut mich, dass du es auch ausprobieren möchtest. Berichte mir bitte, wie du und deine Familie die Alternative finden. Also ich finde das Selbstgemachte riecht schon ganz anders. Ich bin wirklich begeistert davon.
      liebe Grüße
      Olga

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  7. Mein erster Versuch Gemüsebrühpulver selbst herzustellen, ist kläglich gescheitert. Trotz sterilisierter Gläser etc. fingen die Gläser an zu schimmeln. Schade um die ganze Arbeit. Aber mit deinem Rezept gebe ich dem Projekt noch eine letzte Chance. 😉
    Mit welchem Programm zauberst du eigentlich die hübschen Etiketten?
    LG Claudia

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    • Oh, das ist natürlich schade, sowohl um die Arbeit als auch um die Produkte :-( Ich drücke dir die Daumen, dass es diesmal besser klappt.
      Die Etiketten sind mit Adobe Illustrator (leider ein nicht ganz günstiges Programm, dafür aber sehr vielseitig) gemacht.
      Liebe Grüße
      Olga

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  8. Das Rezept hört sich großartig an! Hab nur eine Frage, versteh den Punkt „Jetzt das Gemüse ca. 45 Minuten Wasser ziehen lassen.“ leider nicht ganz. Gibt man Wasser zu dem Gemüse? Wäre toll, wenn Du das nochmal erklären könntest! :)

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    • Hallöchen liebe Fructopia,
      Vielen Dank für dein Feedback. Aber natürlich helfe ich dir gerne weiter. „Wasser ziehen“ bedeutet, dass man eigentlich das Salz über das Gemüse gibt, es durchmischt und dann 45 Minuten stehen lässt. Das Salz entzieht dem Gemüse Wasser (in Tomaten ist z.B. sehr viel Wasser enthalten). Da kommt also kein Wasser an das Gemüse, das bildet sich durch das Salz ganz von alleine. Ich hoffe, dass es dir geholfen hat :-) Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.
      liebe Grüße
      Olga

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      • Liebe Olga, danke für deine schnelle Antwort. Die Technik dem Gemüse das Wasser zu entziehen kenn ich natürlich von Auberginen und Co. Da hätte ich auch von alleine drauf kommen können, dass das mit „Wasser ziehen“ gemeint ist 😀 Danke Dir!
        liebe Grüße, die Deniz

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        • Kein Problem, Deniz, dafür bin ich ja da :-) Ist vielleicht auch etwas unglücklich formuliert. Genau, bei Auberginen wird das ja immer gemacht.
          Liebe Grüße
          Olga

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  9. Pingback: METRO Kochherausforderung – Live ist live

    • Liebe Anne,
      also von diesen kleinen Gläschen, die auf dem Foto zu sehen sind (IKEA) wurden es etwa 7-8. Die lassen sich auch super verschenken.
      Liebe Grüße
      Olga

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  11. Wird die Flüssigkeit die nach dem Wasser ziehen entsteht,mitverarbeitet oder muss sie abgeschüttet werden?
    Bei den meisten Rezepten die ich gefunden habe,muss die Masse ja bis zu 12 Std!! im Backofen sein.
    Deshalb frage ich wegen der Flüssigkeit.
    Dein Rezept ist mir dann natürlich um einiges lieber,schon allein wegen den „wenigen“ 3 Std:-D

    Liebe Grüße
    Lisa

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    • Hallo Lisa,

      die Flüssigkeit wird abgeschüttet. Das Trocknen im Backofen kann auch länger dauern. Je nachdem wie dick man das Gemüse auf dem Backblech verteilt. Dünn verteilt und nur ein Backblech geht’s schnell. Bei mehreren Backblechen gleichzeitig dauert es länger. Aber du wirst dann sehen, wenn das Gemüse trocken ist.

      Liebe Grüße und einen guten Start ins neue Jahr!

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  12. Hallo, Sehr tolles Rezept.
    Jedoch hat mein Backofen keine Umluft.
    Geht das trocknen auch mit ober und unterhitze?
    Liebe Grüße

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